Erste Tour
in 2001 in der
Johnstone Strait
April 12, 2001
Wir von Spirit of the West
Adventures kamen gerade von einer wundervollen 5-tägigen
Kajaktour in der Johnstone Strait zurück. Sie denken bestimmt,
dass mit all den Touren, die wir im Sommer unternehmen, Paddeln in
der Strait sicherlich das letzte wäre, was wir gerade
wollten. Nun, wir wollen eben nicht nur während, sondern auch vor
und nach der Saison Spass haben. Es war auch eine gute Zeit, um unsere Paddelfähigkeiten und Rettungstechniken wieder
aufzufrischen, wozu wir während der Sommersaison keine Zeit haben.
Wir konnten auch die widrigen Wetterbedingungen um diese
Jahreszeit nutzen und hatten Spass beim Paddeln in ein paar
heftigen Südost-Winden, die im Sommer selten sind.
Während diesen 5 Tagen
konnten wir ein paar grossartige Tierbeobachtungen machen. Als wir
an unserem ersten Abend um das Lagerfeuer sassen und miteinander
unsere Erfahrungen austauschten, wurden wir plötzlich von
einer vorbeischwimmenden Orca Familie mit drei Mitgliedern
überrascht. Da die meisten Wale, die über den Sommer in der
Johnstone Strait zu Hause sind, nicht vor Ende Juni / Anfang July
hierherkommen, waren wir alle sehr überrascht. Danny war der
Ansicht, dass es wohl eine gute Idee wäre, die Leute von der
Orca-Forschungsstation darüber zu unterrichten. Leider konnten
wir sie über unser Funkgerät nicht erreichen. Was für ein
toller Start unserer Tour!
Auch der nächste Tag
belohnte uns mit schönen Erlebnissen. Der starke Wind erlaubte
uns, an den brechenden Wellen, die vom Süden her kamen, unsere
Surf-Fähigkeiten zu üben. Es muss wahrscheinlich nicht extra
erwähnt werden, dass wir in Rekordzeit unseren Picknickplatz, wo
wir unser Mittagessen einnehmen wollten, erreichten. Als wir uns
dem Strand näherten, entdeckten wir, dass unser Platz bereits von
einem grossen Schwarzbären besetzt war, dem die Ebbe ein paar
Leckereien am Strand bescherte. Wer zuerst kommt, malt zuerst,
also zogen wir weiter.
Die nächsten zwei Tage
verbrachten wir damit, in dem Gebiet um die Village Insel zu
paddeln. Die Einsamkeit in Gegenden wie dieser ist der Grund,
warum ich Kajakfahren auf dem Meer so liebe. Das Netzwerk dieser vielen
kleinen bezaubernden Inseln lässt mich eine Art geistige
Vebundenheit spüren, die ich sonst nirgends finden kann. Unser
Besuch der Mamililacula stellte den Höhepunkt in diesem Gebiet dar.
Obwohl ein kalter Wind von den schneebedeckten Bergen her wehte,
fühlten wir uns gewärmt von der Präsenz derjenigen, die
in diesem
verlassenen Dorf über tausende von Jahren wohnten.
Nochmals verbrachten wir
einen Abend mit dem Genuss von örtlichen Delikatessen wie
gedämpften Muscheln und köstliches, getrocknetes Seegras zu
Kokosnuss-Curry-Nudeln und Rotwein. Gutes Essen ist eben eines der
wichtigsten Dinge beim Campen.
Unsere Rückkehr zum Naka
Creek war mal wieder sehr aufregend. Dieses mal trafen wir ein
paar Seelöwen, die in einer Bucht spielten. Diese Tiere können
bis zu 500 kg wiegen und wenn einer von ihnen nur ein paar Meter
vom Kajak entfernt ins Wasser springt, könnte man wetten, dass
sie doppelt so gross sind. Das war Bernard's erste wahre
Begegnung mit diesen wundervollen Tieren, welche das Herz ein
bisschen zum Klopfen brachte.
Die Tour endete mit
ein bischen Sonnenschein, als wir unsere Ausrüstung im Auto
verstauten und uns auf die Heimfahrt nach Campbell River machten.
Diese unglaublich schönen 5 Tage mit 6 lustigen Leuten ist nur
der Anfang von vielen weiteren Touren in diesem Sommer. Frohes
Paddeln!!